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Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Thematik der Vermittlung aus der Perspektive der künstlerischen Praxis. Das Projekt betrachtet Vermittlung - in expliziter Abgrenzung zu einer pädagogisch motivierten Begriffsdefinition - als eine dem künstlerischen Werk und Prozess immanente Ästhetische oder methodische Haltung, die das Schaffen der betreffenden Kunstschaffenden massgeblich prägt. Welche Bedeutung ein Bewusstsein für diese integrativen Vermittlungspotentiale im Arbeitsprozess und Werkverständnis der Künstlerinnen und Künstler hat und wie sie diese Schnittstellen und öffentlichen Handlungsfelder in eigener Regie und Verantwortung untersuchen und gestalten, ist Thema des vorliegenden praxisorientierten Forschungsprojektes.

Regie in Komplizenschaft wurde 2008 von Miriam Sturzenegger, Künstlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunstforschung, Stephan Wittmer, Künstler, Kurator und Dozent, sowie Petra Wunderlich, Künstlerin und Dozentin, an der Hochschule Luzern - Design & Kunst initiiert. Als weitere Mitglieder des Forschungsteams sind 2010 die Kunstschaffenden Alain Jenzer, Lucie Kolb, Alex Meszmer und Reto Müller, Mariann Oppliger, Toni Parpan und Manuel Kämpfer, Chris Regn sowie Daniel Suter hinzugekommen.

Publikation

Bibliografische Angaben
2011, 40 Seiten A5

AutorInnen
Marina Belobrovaja, Miriam Sturzenegger, Stephan Wittmer, Petra Wunderlich, Heinrich Gartentor, Alain Jenzer, Lucie Kolb, Alex Meszmer/Reto Müller, Pablo Müller, Mariann Oppliger, Toni Parpan/Manuel Kämpfer, Chris Regn und Daniel Suter.

Inhalt
Im Zentrum der Auseinandersetzung von Regie in Komplizenschaft steht die Thematik der Vermittlung aus der Perspektive der künstlerischen Praxis. Das Projekt betrachtet Vermittlung - in Abgrenzung zu einer pädagogisch motivierten Begriffsdefinition - als eine dem künstlerischen Werk und Prozess immanente ästhetische und methodische Haltung. Hier geht es um das Entwickeln neuer Ausstellungs- und Produktionskontexte, das kollaborative Arbeiten, das Erkunden von Räumen durch Kunst, das Intervenieren in bestehende gesellschaftliche Zusammenhänge und um das Spiel mit Erwartungen, tradierten Rollen und Verhaltensmustern. Die Tätigkeit der Kunstschaffenden definiert sich nicht allein über das Herstellen von Artefakten, sondern erschliesst sich in erster Linie aus einer kommunikativen und forschenden Motivation heraus.

Um den individuellen Haltungen und Erfahrungen der Kunstschaffenden eine Sichtbarkeit zu verleihen, wurde im Forschungsprozess ein grosses Gewicht auf das direkte (aufgezeichnete) Gespräch gelegt.

Fokussierend auf das gesammelte Gesprächsmaterial liefert die Publikation einen punktuellen Einblick in das laufende Forschungsprojekt.

Download
Publikation Kunstforschung Luzern • Forschungsprojekt Regie in Komplizenschaft (PDF/3.9 MB)