Personen
- Marina Belobrovaja (2011)
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Marina Belobrovaja ist 1976 in Kiew (UdSSR) geboren. Nach ihrer Emigration nach Israel und der späteren Übersiedlung nach Deutschland studierte sie Bildende Kunst (1998-2004) und Kunstvermittlung (2004-2007) an der Universität der Künste in Berlin und an der Zürcher Hochschule der Künste.
Sie befasste sich mit verschiedenen bildnerischen Medien bis sie sich vorwiegend auf Performance und Aktionskunst konzentrierte. Sie arbeitet im Grenzbereich zwischen gesellschaftlicher Realität und künstlerischer Praxis. Ihre Aktionen thematisieren auf provokative und zugleich spielerische Weise politische und soziale Phänomene wie etwa Gesetzgebung, Ökonomie, Konsum oder Migration. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie auch im Bereich der Kunstforschung an der Hochschule Luzern Design & Kunst tätig. Zudem doktoriert sie zurzeit an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel (DE) zum Thema "Kunst als Möglichkeit einer sozialpolitischen Intervention". Sie lebt und arbeitet in Zürich.
www.marinabelobrovaja.ch - Heinrich Gartentor (2008)
- Heinrich Gartentor ist Künstler, Vermittler, Kurator, Schriftsteller und Autodidakt. Im Rahmen seiner grossangelegten Ausstellungsprojekte befasst er sich mit ungewöhnlichen, oft von Zerfall gezeichneten oder in Vergessenheit geratenen öffentlichen Orten, wobei er neben eigenen künstlerischen Eingriffen zahlreiche weitere Kunstschaffende und Laien zum Intervenieren einlädt. 2010 bespielte er das stillgelegte Thunersee-Schiff Stadt Bern, zwei Jahre zuvor einen Autofriedhof bei Kaufdorf im Kanton Bern. Gartentors Tätigkeit ist vom Spiel mit wechselnden Identitäten, Rollen und Funktionen geprägt, was ihm ermöglicht, an unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen - ob Literatur, Bildende Kunst, Presse oder Politik - aktiv zu partizipieren. Seine Rolle als Mäzen vertritt er mit seinem langfristig angelegten Projekt Heinrich-Gartentor-Stipendium, in dem er sich für die Förderung junger KünstlerInnen einsetzt und seinen StipendiatInnen neben der Vergabe eines entsprechenden Stipendienbeitrages die kostenlose Nutzung eines Ateliers ermöglicht. In seiner Funktion als Kurator gründete er die Galerie Links in Bern, die sich parasitär als ein Nonprofit-Ausstellungsraum an eine bestehende kommerzielle Galerie (rechts) anhängt und von deren Netzwerk profitiert. 2005 wurde Heinrich Gartentor im Rahmen eines Kunstprojektes zum ersten Kulturminister der Schweiz ernannt und vertrat in dieser Funktion bis 2007 die politischen Interessen der KünstlerInnen in der Schweizer Öffentlichkeit. Seit 2007 ist er Präsident von Visarte, dem Berufsverband der Bildenden KünstlerInnen der Schweiz. Neben seiner künstlerischen und kuratorischen Tätigkeit publiziert Heinrich Gartentor regelmässig Zeitungskolumnen und hat mehrere Romane veröffentlicht.
- Alain Jenzer (bis 2011)
- Alain Jenzer studierte Landschaftsarchitektur und wandte sich nach zwei Jahren selbständiger Praxis als Landschaftsarchitekt der freien Kunst zu. 2010 schloss er den Master of Fine Arts an der Hochschule der Künste Bern ab und ist als freischaffender Künstler tätig.
In seinen installativen Arbeiten und Objekten, die sich oft alltäglicher Gebrauchsgegenstände bedienen, setzt sich Jenzer mit Fragen der menschlichen Existenz, mit den Phänomenen der Angst und des Todes oder mit inhaltlicher Konnotierung von Dingen auseinander.
2007 lancierte Jenzer die Ausstellungsreihe NOMAD, für die er jeweils einen spezifischen, öffentlichen oder privaten Ort auswählt und gezielt Kunstschaffende einlädt, dort künstlerisch zu intervenieren. Zusammen mit den eingeladenen KünstlerInnen lotet Jenzer an diesen meist nicht oder anderweitig genutzten Orten Möglichkeiten ortspezifischer Kunstproduktion aus und untersucht so die Entstehung, Wahrnehmung und Umdeutung von Raum.
In die Entwicklung seiner Werke involviert Jenzer oft weitere Personen, indem er sie beratend, organisatorisch oder handwerklich in die Arbeitsprozesse miteinbezieht. Auf diese Weise sollen nicht zuletzt die Mechanismen der Konstruktion von Bedeutung ausgeleuchtet werden, die ein künstlerisches Vorhaben während seiner Umsetzung in Gang setzt.
nomad-project.ch - Lucie Kolb
- Lucie Kolb ist künstlerisch und kuratorisch tätig. Sie arbeitet an einer Dissertation zum Thema «Paratexte im Kunstfeld» am Institut Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien.
2007 co-kuratierte sie den Offspace Schalter in Basel, wo sie auch selbst mit Performances und Lesungen auftrat. Gegenwärtig ist sie in Zürich u.a. als Co-Kuratorin des Radiomagazins radio arthur tätig, welches sich dem Diskurs um verschiedene künstlerische Positionen, deren Formulierung, Kritik und Rezeption widmet. Im Corner College zeigt sie sich mitverantwortlich für die Vortragsreihen «When Europe Speaks with One Voice» und «With With: Everything but an Artist Talk».
Die künstlerischen Arbeiten von Lucie Kolb sind stark vom Interesse am Austausch mit anderen KünstlerInnen und KulturproduzentInnen und von der Auseinandersetzung mit kunsttheoretischen und -historischen Fragen geprägt. In ihrer Arbeit ist die Sprache künstlerisches Medium und Thema. Der inhaltliche Schwerpunkt ihrer Performances und Texte liegt in der Untersuchung von gesellschaftlichen Rollen- und Sprachmustern.
Im Zentrum ihrer jüngsten Arbeiten steht das Phänomen des Archivs in seiner Funktion als Ort der kulturellen Bedeutungsproduktion. 2009 konzipierte sie mit you can find me in the lexicon in the lexicon in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen performative Begehungen in Lagerräumen und Archiven, wobei diese dem Publikum temporär zugänglich gemacht wurden und zugleich als Material für die Entwicklung der jeweiligen künstlerischen Handlungen dienten.
luciekolb.ch - Pablo Müller (2008)
- Pablo Müller studierte Bildende Kunst an der Hochschule Luzern - Design & Kunst und an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Bern. Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit widmet sich Müller der Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst. Die Suche nach Möglichkeiten, künstlerische Produktion und das Politische zu verknüpfen, beschäftigt Pablo Müller seit mehreren Jahren sowohl im Rahmen der künstlerischen als auch der kunsttheoretischen Tätigkeit. Stets arbeitet er ortsbezogen. Dabei gehören Interviews, Recherchen, Texte und Vorträge zu seinen Arbeitsinstrumenten. 2007 verfasste Müller acht Textbeiträge, die in der Wochenzeitung Antidot erschienen und sich mit den Bedingungen und Möglichkeiten einer politisch motivierten künstlerischen Praxis auseinandersetzten. Neben eigenen Projekten schreibt er als freier Kunstkritiker für u. a. Kunstbulletin, Jungle World. 2011 erhielt er den R & R Preis für Kunstjournalismus. Seit 2010 lebt er in Berlin und arbeitet am Neuen Berliner Kunstverein, wo er für die Artothek, eine Kunstsammlung mit ausleihbaren Kunstwerken, tätig ist. Aktuell ist Müller Mitherausgeber der Publikationsreihe Respektive - Zeitbuch für Gegenblicke. Das einmal jährlich erscheinende Zeitbuch widmet sich jeweils einem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema, wobei sich Ästhetik und Theorie produktiv ergänzen und durchdringen.
- Alex Meszmer & Reto Müller
- Alex Meszmer und Reto Müller arbeiten seit 2005 zusammen. Meszmer ist Mitglied des Zentralvorstands von Visarte Schweiz, war Co-Leiter des Projektraums nextex (ehem. exex) in St.Gallen und arbeitet regelmässig als Kulturjournalist. Müller ist als freier Mitarbeiter beim Amt für Archäologie des Kantons Thurgau tätig.
Das Künstlerduo hat 2006 das Projekt zeitgarten.ch ins Leben gerufen, das sich als zunächst digitale Kommunikations- und Sammelstelle für Geschichte und Geschichten zum Wohnort der beiden Künstler - dem Dorf Pfyn im Kanton Thurgau - immer weiterentwickelt. Unter Einbezug der lokalen Bevölkerung sollen Möglichkeiten einer aktiven Auseinandersetzung mit dem kulturhistorischen Hintergrund des Dorfes und einer partizipativen Form der Geschichtsschreibung untersucht werden. zeitgarten.ch ist ein Gefäss für mehrere Teilprojekte, darunter das Transitorische Museum zu Pfyn. Als lebendige, sich verändernde Präsentationsform des digitalen Archivs beinhaltet das Museum zum einen ein lokal verankertes, stetig wachsendes Archiv, das u.a. im Wohnhaus der beiden Künstler inszeniert wird. Zum anderen liefert das Museum einen Rahmen für temporäre Präsentationen, Performances, Vorträge und auswärtige Ausstellungen. Die dialogische Auseinandersetzung mit den BesucherInnen und den BewohnerInnen Pfyns steht im Zentrum des Projektes.
zeitgarten.ch
museumpfyn.ch - Mariann Oppliger
- Mariann Oppliger studierte Kunst und Vermittlung an der Hochschule Luzern Design & Kunst und ist seit ihrem Abschluss als Künstlerin in Bern stationiert, aber mehrheitlich an wechselnden Orten aktiv. Zwischen 2007 und 2009 unternahm sie Reisen mit längeren Aufenthalten in Estland, Bulgarien und Deutschland.
Ihre Kunstprojekte realisiert Oppliger vorwiegend ausserhalb ihres Ateliers, oft auf Reisen und an öffentlichen Orten. Unter Einbezug von persönlichen Kontakten und der vor Ort vorgefundenen Situationen entwickelt sie performativ-installative Eingriffen, mit denen sie sich auf das jeweils Gesehene, Erlebte und Gehörte bezieht. Häufig nutzt sie bestehende öffentliche Einrichtungen oder private Räume (so etwa eine Zivilschutzanlage, ein Gartenhaus, einen Stall, einen Brunnen oder einen Balkon) sowie bereits geplante Anlässe (u.a. Ausstellungen) als Rahmen für ihre künstlerischen Vorhaben und setzt sich somit nicht zuletzt mit den Grenzen zwischen künstlerischer Produktion und der jeweils vorgefundenen Umgebung, dem Artefakt und der Realität, dem Funktionalen und dem Ästhetischen auseinander.
Oppliger beteiligt sich regelmässig an Ausstellungen und kollaborativen Kunstprojekten. Anfang 2010 gründete sie mit einer kleinen Gruppe von Kulturschaffenden den Dachverband, mit dem sie einen leeren Raum in der von ihr als Atelier genutzten Dachwohnung für diverse Nutzungen und gegenseitigen Austausch vermietet.
dasbalkon.ch
dasdach.wordpress.com
gastmahlzweyerberge.wordpress.com - Toni Parpan & Manuel Kämpfer
- Toni Parpan studierte Kunst und Vermittlung an der Hochschule - Luzern Design & Kunst, Manuel Kämpfer studierte Bildnerisches Gestalten an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2008 arbeiteten die beiden oft gemeinsam und realisierten Werke in Pontresina und Zorten, welche sich meist als zwischen Skulptur und Lebensraum oszillierende, wuchernde Installationen und architektonische Eingriffe manifestieren.
Im Sommer 2010 leiteten Parpan und Kämpfer mit Mariann Oppliger und Sophie Hofer das Projekt Z(orten), im Rahmen dessen 37 KünstlerInnen über die Sommermonate in Zorten GR ortsspezifische Projekte realisierten. Der mitten im Dorf stehende, von Parpan zuvor mit vielen HelferInnen zum Wohn- und Atelierbau umgestaltete Stall sowie vier Hektaren Steilland boten den ProjektteilnehmerInnen Raum und Anlass für die Erarbeitung und Durchführung eigener Projekte, Interventionen und Ausstellungen. Installationen, Aktionen, Konzerte und kulinarische Anlässe luden BesucherInnen, weitere Kunstschaffende und AnwohnerInnen während der drei Monate zum Austausch und zu aktiver Mitwirkung ein. Die eingehende Auseinandersetzung mit der Umgebung sowie die Interaktion zwischen der stetig wechselnden Künstlergruppe und der Dorfgemeinschaft standen im Mittelpunkt des Projektes, das sich für alle Beteiligten sowohl als künstlerisches wie auch soziales Experiment gestaltete.
zortengr.wordpress.com - Chris Regn
- Chris Regn ist seit vielen Jahren in Basel und Hamburg als Künstlerin, Kuratorin und Vermittlerin tätig. Gemeinsam mit einer Hamburger Künstlerinnengruppe führt sie seit 1979 das Archivprojekt Bildwechsel, das Kunst - vorwiegend Videoarbeiten - von Frauen sammelt und öffentlich zugänglich macht. In wechselnden Konstellationen und in Zusammenarbeit mit künstlerischen Kollektiven befasst sie sich mit der Erarbeitung unkonventioneller Formate der Kunstproduktion und -präsentation. Aus einer explizit feministischen Perspektive nimmt sie hierbei stets neue Rollen und Funktionen ein, um so nicht zuletzt die festgefahrenen Strukturen des Kunstbetriebes auszuleuchten und zu hinterfragen.
Gegenwärtig ist sie als Leiterin für das Programm des unabhängigen Kunstraums Kaskadenkondensator in Basel zuständig. Neben der Produktion und der Präsentation von Performanceprojekten gehören Gespräche mit eingeladenen Kunstschaffenden und Diskussionsrunden unter aktiver Beteiligung des Publikums zum festen Bestandteil des Veranstaltungsprogramms.
Unter dem Pseudonym Helga Broll führt Chris Regn eine gleichnamige virtuelle Galerie, die 2000 während der Art Basel als künstlerisches Projekt gegründet wurde. Die Galerie Helga Broll nimmt Mythen, Rollen und Mechanismen, die dem heutigen Kunstbetrieb zugrunde liegen, als Ausgangspunkt für die Umsetzung ihrer Projekte. Chris Regn war zwischen 2005 und 2007 auch im Kunstraum lodypop in Basel kuratorisch aktiv, wobei sie u.a. Schweizer Präsentationen von Videoarbeiten aus dem Hamburger Bildwechsel-Archiv initiierte.
kasko.ch
bildwechsel.ch
galerie-broll.com - Daniel Suter
- Daniel Suter ist freier Ausstellungsmacher, Künstler und Architekt, Co-Gründer der gesamtschweizerischen Off-Räume-Initiative OFFOFF (Plattform der unabhängigen Kunsträume Schweiz) und seit 2009 Dozent im Work.Master an der HEAD Haute Ecole d'Art et de Design Genève.
Suter betreibt seit 2004 das Marks Blond Project R.f.z.K. als Label, Kunstprojekt und Off-Plattform für künstlerische Experimente, die sich in den letzten Jahren als einer der wichtigsten Treffpunkte für Kunstschaffende einen Namen in der Schweizer Kunstszene gemacht hat. Zuerst in einem ehemaligen Kiosk in einem Wohnquartier untergebracht, verfügt das Projekt seit 2008 mit dem New space über einen grossen Raum mitten in der Berner Altstadt. Die Beschaffenheit des Raumes mit einer grossen Schaufensterfront begünstigt eine rege Kommunikation zwischen den künstlerischen Interventionen und der Umgebung des Ausstellungsraumes und setzt sie somit stets in Verbindung zu ihrem urbanen Kontext. Dieses Wechselspiel widerspiegelt auch die thematische Grundlage der kuratorischen Fragestellungen Suters, die sich stets mit den Möglichkeiten gesellschaftskritischen Handelns mittels künstlerischer Produktion auseinandersetzen.
Neben seinem intensiven Austausch mit nationalen und internationalen Künstlerinitiativen und experimentellen Ausstellungsräumen im Rahmen des Marks Blond Projects ist Daniel Suter in kulturpolitischen Zusammenhängen aktiv.
marksblond.com - Miriam Sturzenegger
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Miriam Sturzenegger ist seit ihrem Abschluss an der Hochschule Luzern - Design & Kunst als freischaffende Künstlerin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung an derselben Hochschule tätig. Ihre künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Zeichnung, Text und Raum / Installation setzen sich mit Fragen der räumlichen Erfahrung, mit Bedingungen und Veränderungen von Wahrnehmung und Prozessen der Artikulation und des Denkens auseinander. Im Rahmen von Ausstellungen untersucht sie installative Verbindungen zwischen Zeichnung und dem jeweiligen Ort. Ein Thema ist dabei die Enthierarchisierung zwischen Werk und Material. Ortsbezogene Einbauten in die Räume entwickelt sie als Werkzeuge, um die Wahrnehmung der Betrachtenden zu verschieben. Daneben hat Miriam Sturzenegger interdisziplinäre Projekte in Zusammenarbeit mit MusikerInnen und KomponistInnen in öffentlichen Räumen realisiert, wobei die Kombination zwischen ästhetischer Intervention und dem vorgefundenen akustischen und visuellen Kontext von zentralem Interesse war. Als Vorstandsmitglied im Forum Neue Musik Luzern organisiert sie seit 2007 Konzerte, inszeniert und kuratiert Klanginstallationen. 2008 war sie Co-Leiterin des Projektraums die kleine Burg - Raum für aktuelle Kunst in Zürich, der in einem Abbruchhaus Kunstschaffende für spartenübergreifende Interventionen einlud. 2006 und 2007 konzipierte sie für den Erfrischungsraum, eine Ausstellungsplattform der Hochschule in der Luzerner Altstadt, gemeinsam mit Gunilla Hagmann studentische Ausstellungsprojekte.
m-st.ch - Stephan Wittmer
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Stephan Wittmer ist freischaffender Künstler, Kunstvermittler, Kurator und arbeitet als Dozent an der Hochschule Luzern Design & Kunst.
Bereits zu seiner Studienzeit an der Schule für Gestaltung und Kunst in Luzern gründete er 1980 mit befreundeten Kunstschaffenden die Galerie auf Zeit, in der er Ausstellungen mit KünstlerInnen aus seinem nächsten Umfeld organisierte. Es folgten die Mitbegründung (mit Stefan Banz, Erwin Hofstetter und Bruno Müller-Meyer) der ersten Kunsthalle Luzern (1989 - 1993) sowie mehrerer temporärer Wohnungsgalerien. 1999 war Wittmer Gründungsmitglied der Plattform für zeitgenössische Kunst (PZK), die bis 2002 Ausstellungsprojekte in wechselnden Räumlichkeiten initiierte. Als Kurator des Kunstpanorama Luzern legte er 2001 den Grundstein für eine Dokumentationsstelle der Zentralschweizer Kunstschaffenden, die bis heute unter dem Namen die Basis weitergeführt wird, und realisierte bis 2007 über 35 Ausstellungen regionaler und nationaler Ausrichtung.
2007 gründete er gemeinsam mit neun weiteren KünstlerInnen die Alpineum Produzentengalerie. Unter dem Namen SPAMAM realisiert er heute in Zusammenarbeit mit seiner Partnerin Pat Treyer und seinen vier Kindern, die ebenfalls künstlerisch tätig sind, gemeinsame performative und fotografische Arbeiten.
Sporadisch produziert und verlegt Stephan Wittmer in kleiner Auflage Broschüren und handgemachte Photohefte.
(HOMEZINE 1- 12 / #! (Shebang) / _SW)
likeyou.com/stephanwittmer - Petra Wunderlich (bis 2010)
- Petra Wunderlich studierte Malerei an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris und Fotografie an der Hochschule für bildende Künste in Düsseldorf. Sie lehrt an der Hochschule Luzern - Design und Kunst. Ihre Fotoserien thematisieren den architektonischen und multikulturellen Raum von Städten. Als Langzeitprojekte werden ihre Arbeiten im Rahmen zahlreicher Ausstellungen in Museen, Galerien und privaten Sammlungen gezeigt. Die Werke Petra Wunderlichs thematisieren die verschiedenen Spannungsfelder des öffentlichen Raumes und setzen hierfür das Medium der Fotografie in seiner wesentlichen Eigenschaft - dem unmittelbaren Bezug zur Öffentlichkeit - ein. Petra Wunderlich erhielt u.a. das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium für hervorragende künstlerische Leistungen.
Events
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Thematik der Vermittlung aus der Perspektive der künstlerischen Praxis. Das Projekt betrachtet Vermittlung - in expliziter Abgrenzung zu einer pädagogisch motivierten Begriffsdefinition - als eine dem künstlerischen Werk und Prozess immanente Ästhetische oder methodische Haltung, die das Schaffen der betreffenden Kunstschaffenden massgeblich prägt. Welche Bedeutung ein Bewusstsein für diese integrativen Vermittlungspotentiale im Arbeitsprozess und Werkverständnis der Künstlerinnen und Künstler hat und wie sie diese Schnittstellen und öffentlichen Handlungsfelder in eigener Regie und Verantwortung untersuchen und gestalten, ist Thema des vorliegenden praxisorientierten Forschungsprojektes.
Regie in Komplizenschaft wurde 2008 von Miriam Sturzenegger, Künstlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunstforschung, Stephan Wittmer, Künstler, Kurator und Dozent, sowie Petra Wunderlich, Künstlerin und Dozentin, an der Hochschule Luzern - Design & Kunst initiiert. Als weitere Mitglieder des Forschungsteams sind 2010 die Kunstschaffenden Alain Jenzer, Lucie Kolb, Alex Meszmer und Reto Müller, Mariann Oppliger, Toni Parpan und Manuel Kämpfer, Chris Regn sowie Daniel Suter hinzugekommen.
Publikation
Bibliografische Angaben
2011, 40 Seiten A5
AutorInnen
Marina Belobrovaja, Miriam Sturzenegger, Stephan Wittmer, Petra Wunderlich, Heinrich Gartentor, Alain Jenzer, Lucie Kolb, Alex Meszmer/Reto Müller, Pablo Müller, Mariann Oppliger, Toni Parpan/Manuel Kämpfer, Chris Regn und Daniel Suter.
Inhalt
Im Zentrum der Auseinandersetzung von Regie in Komplizenschaft steht die Thematik der Vermittlung aus der Perspektive der künstlerischen Praxis. Das Projekt betrachtet Vermittlung - in Abgrenzung zu einer pädagogisch motivierten Begriffsdefinition - als eine dem künstlerischen Werk und Prozess immanente ästhetische und methodische Haltung. Hier geht es um das Entwickeln neuer Ausstellungs- und Produktionskontexte, das kollaborative Arbeiten, das Erkunden von Räumen durch Kunst, das Intervenieren in bestehende gesellschaftliche Zusammenhänge und um das Spiel mit Erwartungen, tradierten Rollen und Verhaltensmustern. Die Tätigkeit der Kunstschaffenden definiert sich nicht allein über das Herstellen von Artefakten, sondern erschliesst sich in erster Linie aus einer kommunikativen und forschenden Motivation heraus.
Um den individuellen Haltungen und Erfahrungen der Kunstschaffenden eine Sichtbarkeit zu verleihen, wurde im Forschungsprozess ein grosses Gewicht auf das direkte (aufgezeichnete) Gespräch gelegt.
Fokussierend auf das gesammelte Gesprächsmaterial liefert die Publikation einen punktuellen Einblick in das laufende Forschungsprojekt.
Download
Publikation Kunstforschung Luzern • Forschungsprojekt Regie in Komplizenschaft (PDF/3.9 MB)

